Calenberger Autorenkreis

      

Archiv 2010


Jury für Jugendliteraturpreis hat getagt

Von Johannes Dorndorf

Rethen. In fünf Tagen gibt der Kunstkreis Laatzen die Ergebnisse des ersten Jugend-Schreibwettbewerbs bekannt. Am vergangenen Freitag legte sich die Jury darauf fest, wer die Preise erhält. Die Beteiligung an dem Wettbewerb war relativ verhalten: 37 Autoren aus der Region Hannover und der näheren Umgebung haben 36 Texte eingereicht. Die Zahlen bestätigen auch deutlich, dass sich mehr Mädchen als Jungen für Literatur interessieren: Unter den Einsendern sind gerade einmal vier männliche Kandidaten. Texte aus Laatzen sind in der Minderheit. Der Großteil kommt aus dem weiteren Umkreis – bis hin nach Langenhagen, Uetze, Bad Münder und Schellerten. Zehn Beiträge gingen in der Kategorie neunte bis 13. Klasse ein, 26 Beiträge stammen von Fünft- bis Achtklässlern. Zur Preisjury zählten sechs Mitglieder des Calenberger Autorenkreises – darunter Friedrich Pape, Karlfried Rose und Jörg Hartung, die auch an der entscheidenden Sitzung am Freitag teilnahmen. Ihr Votum bei der zweieinhalbstündigen Diskussion gaben auch Eva Brönstrup vom Kunstkreis Laatzen und Johannes Dorndorf, Koordinator der Leine-Nachrichten, ab. Der Calenberger Autorenkreis, der bei der Ausrichtung des Preises mit dem Kunstkreis kooperierte, zeigte sich vom Engagement der Teilnehmer so begeistert, dass er vier Sonderpreise auslobt. Sie werden ebenfalls am Sonntag übergeben. Über die Sieger sei schon einmal so viel verraten: Beide Geschlechter schafften den Sprung aufs Treppchen – und Laatzen wird bei der Vergabe nicht leer ausgehen. Die Verleihung am Sonntag, 5. Dezember, beginnt um 14 Uhr im Kunstkreishaus in Rethen, Hildesheimer Straße 368. Nach Übergabe der Preise durch Bürgermeister Thomas Prinz und einer Erläuterung der Texte lesen die jeweils ersten Preisträger der beiden Alterskategorien selbst vor.

[Leine-Nachrichten 30.11.2010 Seite 4]



Autorenkreis liest Schiller

Hemmingen-Westerfeld. Der Calenberger Autorenkreis kommt mit der szenischen Lesung „Der Freiheitsbegriff in den Dramen Schillers“ ins Hemminger Kulturzentrum bauhof. Die Mitglieder beleuchten heute mit Auszügen von Szenen aus „Wilhelm Tell“, „Don Carlos“ und „Wallenstein“ die unterschiedlichen Bedeutungen von Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung in Schillers Werk. Textauswahl und Einführung übernehmen Jörg Hartung und Friedrich Pape, sie tragen mit Gabriele und Karlfried Rose auch vor. Die Lesung, die zur Reihe „Hemmingen liest“ zählt, beginnt um 20 Uhr im bauhof, Dorfstraße 53. Der Eintritt kostet sieben, ermäßigt vier Euro.vo
[Leine-Nachrichten 20.11.2010 Seite 6]

Szenische Lesung des Calenberger Autorenkreises in Linderte am 07.November 2010

von Birgit Hildebrand - Historischer Verein Linderte e.V. aus Ronnenberg

Birgit Hildebrand vom Historischen Verein begrüßte die zahlreichen Gäste zu der 3. Szenischen Lesung des Calenberger Autorenkreises in der Heimatstube. Nachdem Herr Hartung im vorigen Jahr Friedrich Schiller als Lyriker und Balladendichter gewürdigt hatte, befassten sich die Calenberger Autoren am Sonntag mit dem Dramatiker Schiller. Sie endete ihren Kurzvortrag mit den Worten: meine Damen, meine Herren, das Spiel kann beginnen!

Langanhaltender Applaus dankte den Akteuren der Szenischen Lesung „Der Freiheitsgedanke in den Dramen Schillers“ in der Heimatstube.
An Hand von kurzen Auszügen aus drei Dramen Friedrich von Schillers hatte der Calenberger Autorenkreis die unterschiedlichen Bedeutungen und Deutungen des Begriffs „Freiheit“ bei Schiller beleuchtet. In Szenen aus „Wilhelm Tell“, „Don Carlos“ und „Wallenstein“ wurden die politische Freiheit und Unabhängigkeit eines geknechteten Volkes, die geistige Freiheit und Selbstbestimmung der Menschen in einem absolutistischen Staat und die persönliche Entscheidungsfreiheit jedes einzelnen Menschen veranschaulicht und kritisch hinterfragt.
Die Textauswahl und die einführenden Worte zum geschichtlichen Hintergrund und zu den gelesenen bzw. gespielten Szenen wurden von Jörg Hartung (Gehrden-Leveste) und Friedrich Pape (Ronnenberg-Linderte) vorbereitet und vorgetragen. Sie wirkten außerdem - ebenso wie Gabriele und Karlfried Rose (Springe-Bennigsen) - aktiv an der szenischen Lesung mit und regten durch ihr engagiertes Spiel immer wieder den Applaus der fünfzig Zuschauer an.

Zustimmung fand, wie die Meinungsäußerungen der Anwesenden in anschließenden Gesprächen ergaben, insbesondere die pointierte Auswahl und Kommentierung zu einem Themenbereich, der auch nach zweihundert Jahren nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.

Die Reihe „Kultur vor Ort“ in der Heimatstube des Historischen Verein Linderte wird fortgesetzt am Sonntag, den 06. Februar 2011. Dann lesen die Calenberger Autoren wieder aus eigenen Texten – zu Ihrem Vergnügen und natürlich wie immer ohne Eintritt!

[www.myheimat.de]

[siehe auch: Calenberger Zeitung 25.11.2010 Seite 10]

















Kurzweiliger Abend im Bahnhof

Mal sprachlich verschmitzt, mal feinsinnig geschliffen: Calenberger Autoren lesen

von horst voigtmann Bennigsen.


Etwa 40 Literaturfreunde haben sich am Freitagabend in der Rudolf-von-Bennig­sen-Bücherei im Bahnhof von Bennigsen versammelt, um zu hören, was Calenberger Autoren zu Papier gebracht haben. Die drei Autoren haben das Alter von 65 Jahren – mehr oder weniger stark – überschritten und bringen teilweise Erfahrungen ihres hinter ihnen liegenden Berufsalltages in die Texte mit ein. Uwe Köster aus Laatzen erzählt unter anderem – verschmitzt und ironisch – die Ge­schichte von Leopold, der zielstrebig auf der Karriereleiter nach oben steigt, um spätestens mit 50 Jahren eine gute Pension zu beziehen. Der Wunsch wird Wirklichkeit. Doch kaum ist der Ruhestand erreicht, erleidet er einen tödlichen Unfall mit dem Motorrad. Doch Leopolds Leiche liegt in einem See und wird nicht gefunden. Statt in der Ewig­keit seine Ruhe zufinden, muss Leopold im Vorraum zwischen Him­mel und Hölle zahlreiche Formulare ausfüllen, damit er irgendwann den für ihn bestimmten Platz findet. Die Vermutung, dass es sich bei Uwe Köster um einen Verwaltungsangestellten im Ruhestand handelt, wird bestätigt. Der ehemalige Beruf von Karlfried Rose aus Bennigsen, er arbeitete als Gewerbelehrer an einer Berufsschule in Hannover, lässt sich aus seinen Geschichten nicht ableiten. Feinsinnig und sprach­lich geschliffen erzählt er von Menschen und von Beziehungen, entfaltet in seinen Sätzen kunstvolle Bilder und erzeugt Spannung, die gelegentlich auch dann noch anhält, wenn die Geschichte zu ih­rem Ende gekommen ist. Er scheint den offenen Schluss zu lieben. Gerd Marbach aus Hannover hingegen ist Satiriker und schöpft aus seinem beruflichen Erleben im  Versicherungsumfeld. So erzählt er von dem klugen Referat, dass allerdings jemand vorträgt, der verges­sen hat, den Reißverschluss seiner Hose zuzumachen. Damit ist es um die Konzentration der Zuhörer geschehen. Marbach geht dabei leicht und spielerisch mit der Sprache um und lässt keinen möglichen Gag aus – ohne dabei flach zu werden. Es war ein kurzweiliger Abend. Man darf sich auf die nächste und elfte Lesung in etwa einem halben Jahr freuen.

[Text  und Foto: Horst Voigtmann, Deister Anzeiger 27.09.2010, Seite 4 und  Leine-Nachrichten, 27.09.2010 Seite 9; Foto bearbeitet von G. Rose]



Kauft mehr Hunde – die sinken nicht im Wert

Calenberger Autoren lesen in der Bennigser Bibliothek – und feiern gleich zwei Geburtstage



Bennigsen (bdi). „So gut wie Du möcht ich’s auch mal haben“, sagt die Frau zu ihrem pensionierten Mann. So endet Karlfried Rose seine Kurzgeschichte mit dem Titel „Wie war dein Tag, Schatz?“ – und setzte damit den Schlusspunkt unter die 14. Literaturlesung der „Calenberger Autoren“.

Dabei beging der „Verein zur Förderung des Andenkens an Ru­dolf von Bennigsen“ (RvB) gleich zwei kleine Feieranlässe. Seit nunmehr fünf Jahren gibt es diese Art von Lesungen nun, zum zehnten Mal lasen die Calenberger Autoren am Wochen­ende in der dem Verein gehörenden Bibliothek. Uwe Köster aus Laatzen, Gerd Marbach aus Hannover und Lokalmatador Karlfried Rose gaben im ersten Stock der kleinen Bücherstube Kurzgeschichten und Prosa zum Besten.

Eröffnet hatte die Veranstaltung die stellvertretende Vorsit­zende des RvB-Fördervereins, Ute Parplies. Danach stellte Rose in einigen kurzen Worten die Werke der Autoren vor. Hu­moristisch, aber auch sozialkritisch, waren die meisten der Kurzgeschichten und Gedichte. Bei Uwe Köster scheitert der Protagonist Leopold an der Bürokratie, die ihn bis vor das Him­melstor verfolgt. Dann wundert sich ein Neuling in einer Oper in Gedichtform über allerlei komisches Verhalten bei der Aufführung. Düster und kritisch zeichnete Köster eine Zu­kunftsprognose, wie denn das Leben im Jahre 2050 aussehen könnte: Stark kapitalistisch, die Wirtschaft beherrscht die Poli­tik und die Klasse der Arbeiter wird ausgebeutet.

Karlfried Rose gab dem dicht gedrängt sitzenden Publikum aller­lei Nachdenkliches zum Thema Liebe und Zweisamkeit zum Besten – vom geltungssüchtigen Mann über eine plötz­lich scheiternde Beziehung. Später zog er mit „Mor­gana“ noch eine Kurzgeschichte hervor, in der es um Tod und Sterben und die damit verbundenen Vorwürfe und Schuldge­fühle geht.

Die meisten Lacher hatte dagegen Gerd Marbach auf seiner Seite: Auf beinahe satirische Art und Weise umschreibt er meta­phorisch in seinen drei Geschichten eine misslungene Medienpräsentation oder die gesellschaftlichen Züge des Alko­holkonsums. Mit viel Witz schaffte Marbach es, die Zuhö­rer zu unterhalten, als er aufzeigte, dass die Deutschen mehr Hunde als Aktien kaufen sollten – denn die sinken schließlich nicht in ihrem Wert.
Überhaupt schafften es alle drei Calenberger Autoren zu begeis­tern: Wie für Kurzgeschichten üblich, ist das Ende ihrer Erzählungen offen. Was nicht zuletzt dazu führte, dass dem einen oder anderen Gast ein leises „Schade“ entfuhr, als bei Rose die einstige Geliebte dann doch im Nebel verschwinde

[Text und Foto: bdi - NDZ 27.09.2010 Seite 9]



6. Sommerlesung des Calenberger Autorenkreises beim Historischen Verein Linderte e.V.

von Birgit Hildebrand - Historischer Verein Linderte e.V. aus Ronnenberg | am 21.07.2010 |
 

Am Sonntag fand die 6. Sommerlesung des Calenberger Autorenkreises – organisiert vom Historischen Verein Linderte – statt.
Frau Theda Baumgarte stellte ihren wunderschönen Garten nun zum zweiten Mal zur Verfügung. Im letzten Jahr mussten wir die Veranstaltung wegen zu schlechtem Wetter in die Heimatstube verlegen. Wir bedanken uns auf diesem Wege bei Theda Baumgarte.

Bei hoch sommerlichen Temperaturen stellten Autoren des Calenberger Autorenkreises eine bunte Vielfalt von selbst geschriebenen Gedichten und Kurzgeschichten vor. . Durch die Vorträge führte Karlfried Rose, der die Besucher auf die einzelnen Beiträge einstimmte, ohne ihnen aber schon zu viel zu verraten.

Den Reigen eröffnete Wilhelm Stenzel mit „Das Rendevous“, „Die Beiden“, die „Bootsfahrt“ sowie 2 Gedichten, die seine Naturverbundenheit ahnen liessen. Die Kurzgeschichte „Die Düne“ beendete seinen Vortrag.

Inge Hübner schilderte eine Kurzgeschichte, die in Nordschottland spielt und von ihr „Der Untergang“ betitelt wurde. Außerdem las sie eine Geschichte von einer gehbehinderten Frau, die träumt noch einmal richtig tanzen zu können.

Susanne Kipp schilderte eine Begebenheit aus ihrem Ungarnurlaub, die eine „Kettenreaktion“ hervor rufte. In „Die Nachtfahrt“ berichtete sie über die erhöhte Konzentration bei Nacht Auto zu fahren.

Aus der „Lindenauer Chronik“ las in Vertretung von Jörg Hartung, der beruflich verhindert war, Gabriele Rose die Geschichte „Aufstieg und Fall des Fleckens Lindenau oder warum Lindenau nie Landeshauptstadt wurde“.

Fritz Pape erzählte in „Dressur Klasse M“ vom Schicksal eines Menschen, der Tag für Tag der Öffentlichkeit sein Können unter Beweis stellen muss und fast daran zerbrach.

Das Publikum bedankte sich mit reichlich Applaus bei allen Autoren.

Die nächste Lesung des Calenberger Autorenkreises findet am Sonntag, den 19. September 2010 um 17.00 Uhr in der Heimatstube des Historischen Verein, Holtenser Str. in Linderte statt. Fritz Pape liest Georg Trakl und Georg Heym.

[www.myheimat.de]

Calenberger Zeitung 20.07.2010 Seite 10 und Leine-Nachrichten 20.09.2010 Seite 5 [Text und Fotos: Heidi Rabenhorst]



Calenberger Zeitung 23.06.2010 Seite 15




Deister Anzeiger, 19.05.2010, Seite 6 über die Lesung am 07.05.2010




Auftakt der Lesungen in 2010 des Calenberger Autorenkreises
in der Heimatstube

Bilder und Text von Birgit Hildebrand - Historischer Verein Linderte e.V. aus Ronnenberg | myheimat gespannte ZuhörerRonnenberg |


Am 7. Februar 2010 fand die erste Lesung im neuen Jahr in der Heimatstube des Historischen Verein Linderte mit dem Calenberger Autorenkreis um 17.00 Uhr statt. Die Moderation und Vorstellung der einzelnen Autoren übernahm Jörg Hartung.

Als erster Autor las Karlfried Rose seine Kurzgeschichten „Nacht der Entscheidung“ und „Schachmatt“.

Dann folgte Uwe Köster mit lustigen und nachdenklichen Limericks .
Zum besseren Verständnis: ein Limerick ist ein kurzes, in aller Regel scherzhaftes Gedicht mit einem Reimschema und einem festen Silbenschema, das eine Geschichte erzählt, die meistens mit einer Pointe endet. Auch eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Leo zwischen Himmel und Hölle“ begeisterte das Publikum.

Unter dem Titel „Seltsame Begegnung“ las Gerd Marbach eine Kurzgeschichte und mit einem Gedicht mit dem Titel „Anna trägt gelbe Strümpfe“ endete er seinen Vortrag.

Beendet hat Fritz Pape die Lesung mit Kurzgeschichten wie „Freiheit“, „Nur ein Bild“ und „Vision im Nebel“.
Rund 40 Zuhörer, die trotz winterlicher Straßenverhältnisse der Einladung gefolgt waren, dankten mit reichlichem Applaus.

Die nächste Lesung findet am 28. März 2010 um 17.00 Uhr in der Heimatstube statt. Dann liest Waltraud Schwee Matthias Claudius.

Jörg Hartung, Uwe Köster, Friedrich Pape