Calenberger Autorenkreis

      





Prosatexte und Gedichte von Uwe Köster



Geboren, gelebt und gestorben

Der Dichter Eugen Roth schrieb in einem Gedicht: Ein Mensch erblickt das Licht der Welt. Wobei Welt eigentlich zu hoch gegriffen ist. Die Welt besteht aus vielen Planeten, nicht nur aus dem Planeten Erde. Im Sport zum Beispiel gibt es Weltmeister im Fußball, Handball, Eishockey usw. Eigentlich müsste es Erdmeister heißen.

Die Welt ist wohl größer, als wir Menschen es uns vermutlich vorstellen können. Da ist beispielweise eine Rakete zu einem weit entfernten Planeten geschossen worden. Die ihr Ziel nach zehn Jahren, ich wiederhole, nach zehn Jahren erreicht hat.

Doch bleiben wir auf der Erde. Da wird geboren, gelebt, gestorben. Wobei die Lebenszeit recht unterschiedlich lang sein kann. Die Eintagsfliege lebt nach dem Volksmund wohl die kürzeste Zeit. Manche Tierarten werden älter als hundert Jahre, was auch schon mal bei Menschen vorkommt. Die Menschheit lebt in der Regel zwischen null und hundert Jahren. Das Ableben erfolgt meistens durch Todgeburt, Krankheit, Suizid, Mord, Altersschwäche oder Kriege.

Nun ergibt sich die Frage, warum durchlaufen alle Lebewesen auf der Erde diesem Zyklus? Die Menschen glauben ja an etwas Höheres. Das kann sich Gott, Allah, Buddha oder sonst wie nennen. Auch von denen kommt nichts Konkretes.

In Anlehnung an ein Lied, gesungen von Hildegard Knef, kann man eigentlich nur sagen, die Antwort weiß wohl nur der Wind.

*  *  *  *  *


Abstiegsspiel

Ein knappes Jahr ist schon vergangen
Mit Hoffnung und mit sehr viel Bangen
Denn mein Club, der FC Wende
Steht nur am Tabellenende

Wird heut das letzte Spiel gewonnen
Wär er dem Abstieg doch entronnen.
Es wird der Gegner recht geschickt
In die Liga zwei gekickt

Doch mit den geschickes Mächten
Ist selten mal ein Bund zu flechten
So kommt es, wie es kommen muss
Sehr zum Fußballclub Verdruss

Der FC schießt am Tor vorbei
Der Gegner aber, der schießt zwei
So muss der FC, nicht zu fassen,
Die Bundesliga glatt verlassen.

Die Frau

Die Frau sah ich von weitem kommen.
Ihr Gesicht war noch verschwommen.
Begleitet, nur vom Sonnenschein,
trat sie in mein Häuschen ein.

Kam auf mich zu und küsste mich,
wobei sie meine Wangen strich.
Sie sagte leis`: „Mein lieber Mann“.
Und schaute liebevoll mich an.

„Das Krankenhaus, in Oberkochen,
entließ mich jetzt, nach vierzehn Wochen.
Die lange Trennung fiel mir schwer.
So freue ich mich umso mehr,
dass ich wieder bei dir bin“.

Die Worte haben mich erschreckt.
Ich hätt` mich gern vor ihr versteckt..
Sagt mir doch keiner ganz genau:
Wer ist denn nur diese Frau?


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